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O-Sensei und die Entwicklung des AIKIDO

OSensei-formal_600.jpgDer Japaner Ueshiba Morihei (1883-1969) begründete Aikido in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Aikidoka bezeichnen ihn als O-Sensei (Großer Lehrer). Er studierte über Jahrzehnte verschiedene alte waffenlose Kampfkünste (u. a. den Goto-Stil des Yagyū-ryū Jūjutsu und Daito-ryū Aiki-jūjutsu) sowie Schwert- und Speerkampfkünste.

Anfang der 1920er Jahre nahm O-Sensei Ueshibas Kampfkunst-Übungen zunehmend einen spirituellen Charakter an. Diese Entwicklung wurde durch die tiefe Verbindung mit der Omoto-kyo-Sekte und deren Führer Deguchi Onisaburo beeinflusst. Seine spirituellen Ansichten prägten O-Sensei tiefgreifend und inspirierten wohl auch die Entwicklung seiner Kampfkunst Aikido.

Nach langem Studium der Kampfkünste kam O-Sensei Ueshiba zu der Erkenntnis, dass sich die wahre Geisteshaltung des Budo (Weg der Kampfkünste) in Gewaltlosigkeit und Friedfertigkeit, Respekt und Wertschätzung äußert. Er war zutiefst davon überzeugt, dass die Suche nach der Vervollkommnung als Mensch auf geistiger und auf körperlicher Ebene durch aufbauendes Training und beständiges Üben zu verwirklichen ist.

Bei der Entwicklung des Aikido waren für O-Sensei Ueshiba drei Kernpunkte maßgeblich:

  1. die Liebe zu den traditionellen Kampfkünsten,

  2. die Vermeidung einer unzeitgemäßen Nutzung der Kampfkünste und

  3. der tiefe Wunsch, die spirituelle Qualität der Kampfkünste neu zu beleben.

(vgl. Ueshiba Kisshomaru, 1993, S. 16)

So hat Aikido den Anspruch, den Geist der traditionellen japanischen Kampfkünste zu verbreiten. Dem zentralen Anliegen des Budo folgend, formulierte O-Sensei als grundlegendes Prinzip das unablässige Trainieren und Kultivieren des Körpers und des Geistes. Das Ziel ist die Entwicklung wahrhafter Menschlichkeit ohne Egoismus, Selbstsucht und Rücksichtlosigkeit.